Mitwirkende

Zwölf Experten der BrSM-Initiative haben als Autoren und Gutachter an der Erstellung eines White Paper mitgewirkt, um die Erkenntnisse der Initiative zum Konzept der Bioregulatorischen Systemmedizin zu bündeln.

Die Autoren sind der Ansicht, dass das vorgeschlagene Konzept der Bioregulatorischen Systemmedizin das derzeitige Paradigma in der Medizin verbessern wird und möglicherweise bestehende Lücken schließt, sodass sich die Behandlungsergebnisse für Patienten  verbessern.

Die Kurzbiografien sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

Biografien

Brian M. Berman, M.D.Brian M. Berman, M.D.
University of Maryland School of Medicine
Professor für Familien- und Gemeinschaftsmedizin
Gründer und Direktor, Center for Integrative Medicine
Gründer und Vorsitzender des Nova Institute for Health (ehemals The Institute for Integrative Health)

Brian M. Berman gilt als Pionier auf dem Gebiet der Integrativen Medizin. Im Jahr 1991 gründete er mit dem Center for Integrative Medicine an der University of Maryland School of Medicine das erste Programm seiner Art an einem US-amerikanischen akademischen Gesundheitszentrum. Er wurde mit mehr als 30 Millionen US-Dollar an Forschungsgeldern der National Institutes of Health gefördert und hat in renommierten Fachzeitschriften wie den Annals of Internal Medicine und dem New England Journal of Medicine zahlreiche Publikationen über Akupunktur und Mind-Body-Medizin veröffentlicht. Er war der erste Vorsitzende des Consortium of Academic Health Centers for Integrative Medicine, dem inzwischen über 55 Einrichtungen angehören.

Darüber hinaus ist Dr. Berman Mitbegründer und derzeit Koordinator für den Bereich Komplementärmedizin bei Cochrane (ursprünglich die Cochrane Collaboration), einer internationalen Organisation, die medizinische Verfahren anhand systematischer Überprüfungen der Forschungsliteratur evaluiert. Er ist zudem Gründer und Vorsitzender des Nova Institute for Health (ehemals The Institute for Integrative Health), einer gemeinnützigen Organisation mit dem Ziel, neue Ideen in der Gesundheitsversorgung anzustoßen und den Schwerpunkt auf die Förderung der Gesundheit zu legen. Er ist Mitglied im Beratungsausschuss des McCormick Science Institute, der National Pain Strategy Professional Education and Training Working Group, der American Pain Society Task Force on Complementary and Alternative Medicine und des Beratungsausschusses der NIH/NCAAM. Darüber hinaus praktiziert Dr. Berman als Hausarzt und Facharzt für Schmerztherapie.

2005 erhielt Dr. Berman den Bravewell Leadership Award für seine Verdienste bei der „Umgestaltung des amerikanischen Gesundheitswesens und die Einführung einer neuen medizinischen Praxis“.

Ihre Forschungserfahrung sammelte Yvonne Burmeister am Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe, in der Abteilung für Urologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden sowie am Robert Koch-Institut in der Projektgruppe Immunologische Abwehrmechanismen. Während ihrer Zeit am Robert Koch-Institut untersuchte Yvonne Burmeister die Rolle des induzierbaren Co-Stimulator-Moleküls für die T-Zell-Aktivierung und die Effektorfunktion. Ihr ausgeprägtes Interesse an der Immunforschung und deren klinischer Anwendung hat sich zu einer Faszination für neuartige Therapiekonzepte zur gezielten Behandlung komplexer multifaktorieller Krankheitsbilder entwickelt.

Frau Dr. Burmeister war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Chemie und Lebensmittel der Technischen Universität Dresden und erwarb ihren Ph.D. am Institut für Biologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2010 ist sie bei der Biologische Heilmittel Heel GmbH in Baden-Baden als Preclinical Project Manager tätig und leitet dort verschiedene Forschungsprojekte in den Bereichen Entzündungen, Lymphbiologie, Magen-Darm-Erkrankungen und Lebererkrankungen. Seit 2016 hat sie die Position des Systems Research Manager inne.

Konstantin Cesnulevicius hat Medizin an der Litauischen Universität für Gesundheitswissenschaften studiert und 2003 seinen M.D. in Allgemeinmedizin an der Universität Vilnius erworben. Im Rahmen seines Grundstudiums galt sein besonderes Interesse der Molekularbiologie und Genetik von Krankheiten. Er erhielt das Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendium des Landes Niedersachsen (Deutschland) und trat 2004 in das Ph.D.-Programm am Zentrum für Systemische Neurowissenschaften in Hannover ein. Während seiner Promotion war er Autor und Mitautor diverser Publikationen zur Anwendung der Stammzelltherapie bei Morbus Parkinson und anderen neurodegenerativen Krankheitsbildern. Als Postdoktorand war er am Karolinska-Institut in Schweden tätig, wo er die räumlich und zeitlich kontrollierten Genexpressionsmuster während der Embryogenese am Modellorganismus Caenorhabditis elegans unter Verwendung hochmoderne Bildgebung in Echtzeit erforschte.

2008 stieß Dr. Cesnulevicius zur Biologische Heilmittel Heel GmbH in Baden-Baden, um dort sein Interessengebiet – wissenschaftliche Innovationen näher an die Medizin heranzubringen – umzusetzen, u. a. durch die Arbeit von Pharmaunternehmen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit innovatives medizinisches Denken verfolgen. Seit seinem Eintritt bei Heel war er in der Abteilung Medical Affairs & Reseach in verschiedenen Positionen mit Bezug zur Wisscenschaftskommunikation tätig. Seit 2016 ist er bei Heel als Senior Medical Advisor Systems Biology/Systems Medicine, Lead Scientific Communication tätig und leitet Projekte zur wissenschaftlichen Verbreitung von Forschungsergebnissen.

Alyssa W. Goldman, M.A.Alyssa W. Goldman, M.A.
Soziologische Fakultät, Cornell University (USA)
Concept Systems, Inc.

Alyssa Goldman ist Client Services Consultant bei Concept Systems, Inc. und hat dort eine Reihe von Kundenprojekten in den Bereichen Forschung, Evaluierung, strategische Planung und Bedarfsanalyse geleitet. Sie hat als Beraterin für die Anwendung des Group Concept Mapping in verschiedenen Zusammenhängen gearbeitet, u. a. in den Bereichen Entwicklung medizinischer und klinischer Paradigmen, psychische Gesundheit, Prävention chronischer Krankheiten, Gesundheitsförderung und Strafjustiz.

Bevor sie zum Team von Concept Systems, Inc. stieß, arbeitete Alyssa an der Johnson Graduate School of Management der Cornell University als Gastprofessorin im Fachbereich Management and Organizations, wo sie Fakultätsmitglieder bei Forschungsprojekten und der Entwicklung von Kursen unterstützte. Sie hat einen Master-Abschluss in Sozialwissenschaften von der University of Chicago und einen Bachelor-Abschluss in Psychologie und Staatswissenschaften von der Cornell University.  Derzeit promoviert sie auf dem Gebiet der Soziologie an der Cornell University.

Martha Herbert, M.D., Ph.D.Martha Herbert, M.D., Ph.D.
Assistenzprofessorin für Neurologie, Harvard Medical School
Fachärztin für pädiatrische Neurologie, Massachusetts General Hospital
Direktorin des TRANSCEND Research Program am Martinos Center for Biomedical Imaging des Massachusetts General Hospital/Harvard Medical School/MIT

Martha Herbert ist Assistenzprofessorin für Neurologie an der Harvard Medical School, pädiatrische Neurologin am Massachusetts General Hospital in Boston und Mitglied des Martinos Center for Biomedical Imaging des Massachusetts General Hospital/Harvard Medical School/MIT, wo sie das TRANSCEND Research Program  (Treatment Research and Neuroscience Evaluation of Neurodevelopmental Disorders) leitet.  Sie wurde mit dem ersten Cure Autism Now Innovator Award ausgezeichnet und ist medizinische Leiterin des Documenting Hope-Projekts. Ziel dieses Projekts ist die Schaffung eines Proof-of-Concept-Labors und die filmische Dokumentation der Genesung von Kindern mit weit verbreiteten schweren chronischen Krankheiten sowie die Schaffung einer Grundlage für eine gemeindebasierte Systembiologie für Genesung.

Nach Ihrer Promotion an der University of California, Santa Cruz, über die Evolution und Entwicklung von Lernprozessen in der Biologie und Kultur im Rahmen des Programms History of Consciousness absolvierte Dr. Herbert ein Medizinstudium am Columbia University College of Physicians and Surgeons. Als Postdoktorandin widmete sie sich der Philosophie und der Geschichte der Wissenschaften und wurde am Cornell University Medical Center in Kinderheilkunde und am Massachusetts General Hospital in Neurologie und Kinderneurologie ausgebildet, wo sie auch heute noch arbeitet. Ihr Hauptforschungsinteresse gilt der Bildgebung des Gehirns zur Verknüpfung von Gewebepathophysiologie und elektrophysiologischer Signalgebung. Dies wird dazu beitragen, Autismus über die gesamte Lebensspanne hinweg in den Kontext chronischer Krankheiten einzuordnen. Ferner sollen Mechanismen dargelegt werden, mit denen sowohl ein systemischer Ansatz, der den gesamten Körper und das Gehirn einbezieht, als auch ein Verständnis dafür, wie sich Umwelteinflüsse auf die Gesundheit von Gehirn und Körper auswirken, Wege zur Plastizität und Genesung aufzeigen können.  In ihrem kürzlich erschienenen Buch "The Autism Revolution: Whole Body Strategies for Making Life All it Can Be" (Die Autismus-Revolution: Ganzkörperstrategien für ein erfülltes Leben) stellt sie Forschungsergebnisse und Fallstudien vor, die den Paradigmenwechsel im Verständnis von Autismus als eine Reihe von überwindbaren Problemen unterstützen.  Dr. Herbert hat das Body-Brain Resilience Center und das Programm Higher Synthesis Science ins Leben gerufen, deren Ziel in der Umsetzung einer ganzkörperbasierten, ökologisch fundierten Gehirnforschung im klinischen Setting besteht.

David Lescheid ist derzeit Medical Manager bei Heel in Baden-Baden, wo er mithilfe moderner wissenschaftlicher Literatur die Prinzipien und die Praxis der bioregulatorischen Systemmedizin begründet. Zuvor war er fünf Jahre lang Professor für Physiologie und Mikrobiologie am Canadian College of Naturopathic Medicine (CCNM).  Darüber hinaus war er vier Jahre lang hauptberuflich in einer großen fachübergreifenden Klinik in Ottawa (Kanada) tätig, wo er sich auf die Bereiche Immunsystem und Infektionskrankheiten, Männergesundheit, Adipositas und Sportmedizin spezialisiert hat.  Er war Mitglied mehrerer Ausschüsse auf Bundesebene in Kanada sowie auf internationaler Ebene, darunter das Expert Advisory Committee (EAC) für das kanadische Gesundheitsministerium Health Canada, das Council for Naturopathic Medical Education (CNME), die Canadian Association of Naturopathic Doctors (CAND) sowie weitere Unterausschüsse für Regierungs- und Medienarbeit. 

Im Jahr 2002 schloss Dr. Lescheid sein Studium am Canadian College of Naturopathic Medicine (CCNM) mit Auszeichnung ab.  Nach seinem Bachelor-Abschluss in Biologie promovierte er auf dem Gebiet der Molekularbiologie und Proteinchemie an der University of Victoria.  Er erwarb ein Diplom in Gesundheits- und Fitnesswissenschaften an der Simon Fraser University in British Columbia und hat eine Zusatzausbildung in den Bereichen Infusionstherapie, Homotoxikologie, Homöopathie und verschiedenen Formen der Körperarbeit abgeschlossen.  Dr. Lescheid ist ein gefragter Gastredner bei diversen Fachveranstaltungen und hat bereits zahlreiche Publikationen über Komplementär- und Alternativmedizin herausgegeben.

Timothy A. McCaffrey, Ph.D.Timothy A. McCaffrey, Ph.D.
Professor für Medizin und Mikrobiologie, Immunologie und Tropenmedizin
Leiter der Abteilung für Genomische Medizin
George Washington Medical Center

Timothy A. McCaffrey ist Leiter der Fakultät für Genomik am Medical Center der George Washington University.  Die Genomik und Präzisionsmedizin befasst sich mit der klinischen und translationalen Forschung zur Erleichterung der genomisch gestützten Diagnose und Prognose. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung neuer Diagnoseverfahren zur Bestimmung des Risikos für Herzerkrankungen. Er erhielt mehrere Forschungsstipendien und hat zahlreiche Publikationen über die Anwendung der genomischen Medizin bei der Untersuchung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen veröffentlicht. In seinem Labor erforscht er weiterhin ähnliche Themen im Bereich Genomik und Stammzellen. Timothy A. McCaffrey lehrte in den Bereichen Genomik, medizinische Biochemie sowie Molekularbiologie und hat außerdem Kurse über personalisierte Genomik für Medizinstudenten und Doktoranden entwickelt.  Er ist ausführender Redakteur der Fachzeitschrift „Gene“, leitender Forscher am St. Laurent Institute in Vancouver (Kanada) und aktives Vorstandsmitglied im wissenschaftlichen Beirat des Katzen Cancer Research Center der George Washington University sowie im George Washington University Heart & Vascular Institute.

Dr. McCaffrey erwarb seinen Bachelor-Abschluss an der St. Mary's University in San Antonio (Texas) und seinen Master- und Doktorgrad an der Purdue University in West Lafayette (Virginia).  Er schloss seine Postdoktorandenausbildung am Weill Cornell Medical College ab, wo er später als außerordentlicher Professor an der medizinischen Fakultät tätig war und die Genomics Core Facility gründete.

Myron Schultz ist Leiter der Abteilung Medizin und Forschung bei der Biologische Heilmittel Heel GmbH. Zuvor war er bei Heel als Leiter der medizinischen Ausbildung und als Leiter der Abteilung für medizinische Angelegenheiten tätig. Davor lehrte er Pathologie an der Durban University of Technology und leitete das Pathologie-Praktikum und die Stationsvisite an der Nelson Mandela School of Medicine bzw. am R.K. Khan Hospital und war in privater klinischer Praxis tätig. Außerdem brachte er sein Know-how als klinischer Leiter der Ambulanz der Fakultät für Homöopathie der Technikon Natal (der heutigen Durban University of Technology) in Südafrika ein.

Dr. Schultz assistierte Dr. Jan Kersschot bei der Weiterentwicklung der Biopunktur-Methodik und initiierte an der Universität von Johannesburg den ersten Biopunktur-Kurs für Studenten. Dr. Schultz erwarb ein Diplom in Technologie der Homöopathie an der Durban University of Technology und absolvierte eine Weiterbildung in Biopunktur bei Dr. Jan Kersschot in Belgien.

Bernd Seilheimer ist seit 2009 Forschungsleiter der Biologische Heilmittel Heel GmbH in Baden-Baden. Im Jahr 2016 trat er in die Leitung der Abteilung Systemforschung und -entwicklung ein. Er ist bekannt für seine bahnbrechende Forschung auf dem Gebiet des zentralen und peripheren Nervensystems, die er bereits während seines Studiums als auch während seiner Promotion an der Universität Heidelberg durchgeführt hat.   Während seiner Promotion erschienen zahlreiche Publikationen zur Erforschung der Zelladhäsion mit Schwerpunkt auf Schwann-Zellen. Dabei entdeckte er, dass ihre NGF-Rezeptoren mit geringer Affinität eine funktionelle Rolle spielen.  Mit einem Forschungsstipendium der Harvard Medical School unter der Leitung von Professor Huntington Potter vertiefte er seine Forschungen zur Regeneration des zentralen Nervensystems, insbesondere im Hinblick auf Morbus Alzheimer. 

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Harvard Medical School wurde Dr. Seilheimer von Hoffmann-La Roche (heute Roche Holding) während der Übernahme von Genentech als Berater zu NGF-Rezeptoren angeworben.  Später wurde er zum leitenden Experten für das Zentrale Nervensystem (ZNS) und das Periphere Nervensystem (PNS) in Basel (Schweiz) ernannt, wo er innovative Projekte rund um das ZNS von höchster Priorität auf den Weg brachte.  Dr. Seilheimer leitete zudem die Abteilung für ZNS-Forschung der Schering AG in Berlin, wo er für seine Leistungen beim Aufbau eines globalen Forschungsnetzwerks aus strategischen Partnerschaften mit führenden Universitäten und Einrichtungen ausgezeichnet wurde.  In dieser Position entwickelte er auch Arzneimittelkandidaten für die Behandlung von Schlaganfällen und Morbus Alzheimer.  Später erweiterte er seine Expertise in der Forschung und Entwicklung als Head of R&D Risk Management bei Schering.

Von 2002 bis 2010 war Dr. Seilheimer aktives Vorstandsmitglied des European Neuroscience Institute (ENI), Göttingen, wo er maßgeblich am Aufbau des ENI als Spitzeninstitut der Neurowissenschaften beteiligt war.  Zudem war er mehrere Jahre lang Mitglied des Council of Scientific and Business Advisors des Johnnie B. Byrd, Sr. Alzheimer's Center & Research Institute, Florida (USA).

Maria A. Shkolnikova, M.D., Ph.D.Maria A. Shkolnikova, M.D., Ph.D.
Professorin für Medizin,
Wissenschaftliche Leiterin
Veltischev Research and Clinical Institute for Pediatrics an der Russian National Research Medical University

Maria A. Shkolnikova ist Professorin für Medizin und wissenschaftliche Leiterin des Veltischev Research and Clinical Institute for Pediatrics an der Pirogov Russian National Research Medical University und leitet außerdem das Federal Russian Centre for Children's Arrhythmia. Als erfahrene Kardiologin kann sie auf mehr als drei Jahrzehnte Berufspraxis in der klinischen, wissenschaftlichen und administrativen Arbeit in der Pädiatrie und Kardiologie zurückblicken. In ihrem Fachgebiet ist die erfahrene Wissenschaftlerin Autorin und Mitautorin von mehr als 200 Publikationen in russischer und 85 in englischer Sprache. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Analyse der Früherkennung, Differentialdiagnostik und Behandlung lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen, des plötzlichen Herztods, der Epidemiologie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie in Fragen der Herzfunktion und deren Steuerung durch das autonome Nervensystem.

Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock entwickelt Dr. Shkolnikova ein Forschungsprojekt, das u. a. ein 24-Stunden-EKG (Holter-Monitoring) als neue Quelle für Biomarker in biodemografischen Erhebungen vorsieht. Zudem befasst sie sich eingehend mit der Analyse anderer Biomarkerdaten sowie mit geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Gesundheit und Sterblichkeit. 

Im Laufe ihrer Karriere wurde Dr. Shkolnikova mit diversen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet. Zu diesen Auszeichnungen gehörte u. a. Lenin-Komsomol-Preis für Medizin im Jahr 1988, der Hauptpreis für medizinische Forschung im Jahr 2002 von der Moskauer Regierung, der Ehrenpreis für herausragende Leistungen im Jahr 2015 des russischen Gesundheitsministeriums sowie die Ehrenurkunde des Senats der Russischen Föderation im Jahr 2015. Dr. Shkolnikova ist Mitglied und Leiterin einer Vielzahl renommierter Ehrengesellschaften und Verbände, darunter die European Heart Rhythm Association (EHRA) und die Russische Gesellschaft für Kardiologie, die Russische Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (Vorsitzende der Gesellschaft), die European Society of Cardiology, die Association for European Paediatric and Congenital Cardiology sowie die Gesellschaft der Kardiologen der Russischen Föderation. Maria Shkolnikova war viele Jahre lang leitende pädiatrische Kardiologin des Gesundheitsministeriums der Russischen Föderation und ist seit 2000 die führende pädiatrische Kardiologin in Moskau.

Sie schloss ihr Studium der Pädiatrie am Moskauer Institut für Pädiatrie und Chirurgie ab, wo sie auch promovierte.  Darüber hinaus hat sie Abschlüsse in den Bereichen Kardiologie, Pädiatrie, Gesundheitsmanagement und Pharmakologie erworben.

Alta Smit, M.B.Bch, B. Sc. (Phys), M.F. (Hom)Alta Smit, M.B.Bch, B. Sc. (Phys), M.F. (Hom)
Abteilung Medical Affairs & Research, Biologische Heilmittel Heel GmbH

Alta Smit ist seit 2009 Direktorin der Abteilung Medical Affairs & Research der Medizinische Angelegenheiten und Forschung bei der Biologische Heilmittel Heel GmbH in Baden-Baden. Seit 2005 ist sie außerdem Leiterin des Bereichs Medizin und Forschung bei Heel und seit 2007 Leiterin für Medizin und Medical Education. Darüber hinaus ist sie Sprecherin des wissenschaftlichen Beirats von Heel und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder).  Dr. Smit ist Gründungsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Homotoxikologie und Homöopathie und Mitglied des Institute of Functional Medicine.

Auf internationaler Ebene ist Dr. Smit eine anerkannte Kapazität im Bereich der Integrativen Medizin und als Referentin tätig, wobei ihr Schwerpunkt auf der Bioregulationstherapie moderner Krankheiten liegt.  Sie verfügt über langjährige Erfahrung in verschiedenen medizinischen Bereichen, darunter Rheumatologie und klinische Immunologie, und hat in zahlreichen medizinischen Fachzeitschriften Beiträge veröffentlicht. Ihr besonderes Interesse gilt erworbenen mitochondrialen Myopathien, atopischen Erkrankungen und funktionellen somatischen Syndromen.

Neben ihren Abschlüssen in Physiotherapie und Medizin begann Dr. Smit 1992 mit der Ausbildung und Praxis komplementärer Behandlungsmethoden und absolvierte verschiedene Kurse in Homotoxikologie, Akupunktur und Neuraltherapie in Baden-Baden.  1997 schloss sie ihr Fellowship in Homöopathie am London College of Homeopathy in England ab.  Von 1994 bis 2004 praktizierte sie Integrative Medizin, wobei sie die zuvor erwähnten Behandlungsmethoden sowie orthomolekulare Manipulation zur Behandlung chronischer Krankheiten einsetzte.

† Georges St. Laurent III, Ph.D.† Georges St. Laurent III, Ph.D.
Wissenschaftlicher Leiter
St. Laurent Institute

Georges St. Laurent III war wissenschaftlicher Leiter des St. Laurent Institute (SLI) in Vancouver (Kanada), einem gemeinnützigen akademischen Forschungsinstitut, das sich mit systembiologischen und genomischen Ansätzen zum Verständnis der molekularen Mechanismen chronischer Krankheiten befasst.  Während seiner Zeit am SLI war er maßgeblich an der Entwicklung wissenschaftlicher Kooperationen auf globaler Ebene beteiligt. Er leitete eine internationale Gruppe von 15 Wissenschaftlern, die unter Verwendung der Sequenzierung einzelner Moleküle die Rolle nicht-kodierender Ribonukleinsäuren (ncRNAs) bei der physiologischen Informationsverarbeitung untersuchen. Zudem engagierte er sich am SLI seit 2009 für den Einsatz der Helicos-Technologie, um das Potenzial des menschlichen Transkriptoms für die Krankheitsdiagnostik zu erschließen.

St. Laurent hat sich auf dem Gebiet der Molekularbiologie und der Neurowissenschaften einen Namen gemacht und seit 2006 über 40 Forschungsarbeiten mit Peer-Review-Journalen veröffentlicht.  So hat er u. a. in der Fachzeitschrift BMC Medicine über die Rolle „dunkler Materie“ in der RNA im menschlichen Genom und krankheitsassoziierten Varianten geschrieben.  Seine Publikation über nicht-kodierende RNA-Mechanismen bei Morbus Alzheimer wurde 2008 in die Top 10-Liste von Nature Medicine aufgenommen.  Zu seinen weiteren Forschungsinteressen gehörten die Systembiologie von Entzündungen, die Kräutermedizin der Amazonas-Region sowie die Berechnungsmechanismen von nicht-kodierender RNA im Nervensystem von Säugetieren.

St. Laurent war Privatdozent für Biochemie und Molekularbiologie an der George Washington University (USA), Gastprofessor an der Sri Venkateswara University in Tirupati (Indien) und an der Lanzhou University in Lanzhou (China).  Er bekleidete leitende Positionen und war Mitglied in verschiedenen renommierten wissenschaftlichen Gremien und Ausschüssen, darunter:  der wissenschaftliche Beirat der Heel GmbH in Baden Baden und das FANTOM5 Genomics Consortium des Genomic Sciences Center am RIKEN Center for Integrative Medical Sciences in Japan. Er gehörte dem Exekutivausschuss der German Duque Foundation in Kolumbien (Südamerika) an und war 2008 Ko-Vorsitzender der Genome Regulation and Structure Conference (BGRS) in Russland.  Er erwarb seinen B.Sc. in Molekularbiologie an der Yale University in den USA, promovierte an der Universidad de Antioquia in Kolumbien und war im Begriff, seinen zweiten Doktortitel in Molekular- und Zellbiologie an der Brown University (USA) zu verteidigen, als er im September 2015 leider verstarb.