Über die Initiative Bioregulatorische Systemmedizin

Die Bioregulatorische Systemmedizin (BrSM) ist eine Spezialisierung der Systemmedizin. Die Systemmedizin betrachtet den menschlichen Körper als integriertes Ganzes – ein dynamisches Netzwerk miteinander verbundener Systeme, beeinflusst durch Faktoren wie Genetik, Umwelt und Lebensstil. Darauf aufbauend verfolgt die BrSM einen einzigartigen Ansatz: die Wiederherstellung der natürlichen Selbstregulationsfähigkeit des Körpers (Autoregulation). Dies geschieht durch die Behandlung zugrundeliegender Ungleichgewichte in der lokalen und systemischen molekularen Regulation (molekulare Netzwerke). Mithilfe von Medikamenten mit mehreren Inhaltsstoffen, die an zahlreichen Stellen des Körpers gleichzeitig wirken, zielt die BrSM darauf ab, fehlregulierte Netzwerke wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das Ziel ist eine ganzheitliche, nachhaltige Gesundheit durch Stärkung der körpereigenen Regulationsmechanismen. Die Integration modernster wissenschaftlicher Erkenntnisse, fortschrittlicher Diagnoseverfahren sowie eine personalisierte Therapie tragen zusätzlich dazu bei.

Wissenschaftler und Ärzte aus unterschiedlichen Fachrichtungen haben das Konzept entwickelt

Das Konzept der Bioregulatorischen Systemmedizin wurde von einem internationalen Team aus Wissenschaftlern und Ärzten aus verschiedenen Fachbereichen entwickelt. Zu den Wissenschaftlern gehörten Vertreter aus den Bereichen Immunologie, Neurowissenschaften, Genomik, Molekularbiologie, Systembiologie und Systemmedizin. Unter den beteiligten Ärzten waren Spezialisten für chronische Erkrankungen und Altersmedizin sowie Fachärzte für Allgemeinmedizin, Kardiologie, Pädiatrie und Neurologie. 

Die BrSM-Initiative wurde 2008 im Rahmen eines ersten internationalen Treffens von medizinischen Experten in Zusammenarbeit mit Fachleuten für bioregulatorische Medizin von Heel ins Leben gerufen.

Ein integriertes, kohärentes Modell dieses Ansatzes wurde entwickelt

Das Team begann damit, systematisch die für die Bioregulatorische Systemmedizin entscheidenden Elemente zusammenzutragen und ein integriertes, kohärentes Modell für diesen Ansatz zu entwerfen. An der Entwicklung des Modells waren mehr als vierzig Personen beteiligt. Geleitet wurde die Initiative von einem Stammteam aus internationalen Experten und Ärzten mit unterschiedlichem medizinischem Hintergrund. Dank der Kombination dieser vielfältigen Perspektiven wurde sichergestellt, dass das neue konzeptionelle Modell ein einheitliches Verständnis der Bioregulatorischen Systemmedizin repräsentiert, das bei einer breiten Gruppe von Wissenschaftlern und Ärzten weltweit Anklang finden würde.

Von der Systembiologie zur Bioregulatorischen Systemmedizin 

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Konzeptioneller Ansatz

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Mitwirkende

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Ausblick 

Mit der Entwicklung des Modells sollten die Beziehungen zwischen den wissenschaftlichen und klinischen Elementen der Bioregulatorischen Systemmedizin erfasst und beschrieben werden.  Während die praktischen und theoretische Bedeutung des Modells erörtert wurden, muss dessen Umsetzung im klinischen Kontext weiter ausgearbeitet werden.  Im Zentrum der künftigen Aktivitäten der BrSM-Initiative stehen die Entwicklung und Einbindung der formalen Diagnostik sowie der kontinuierliche Aufbau einer wissenschaftlichen und klinischen Gemeinschaft.