BrSM Modell - Reaktion des Entzündungsnetzwerks auf Störungen

Reaktion des Entzündungsnetzwerks auf Störungen

Entzündungen sind ein zentraler Aspekt der Bioregulatorischen Systemmedizin. Eine akute Entzündung wird durch das autoregulierte  Gewebe ausgelöst, um die Homöostase zu erhalten oder wiederherzustellen. Dadurch kann sowohl die Krankheitsprogression als auch das Abklingen der Krankheit gefördert werden, je nach Lokalisierung, Zeitpunkt und Zusammensetzung der auflösenden Moleküle im Verlauf der Entzündung. 

Der menschliche Körper ist in der Lage, entzündungsfördernde oder -hemmende Moleküle zu synthetisieren und zu kontrollieren

Während akute Entzündungen eine unverzichtbare komplexe biochemische und zelluläre Reaktion zur Wiederherstellung der Homöostase darstellen, können unkontrollierte oder anhaltende Entzündungen zu einer Vielzahl von Krankheiten führen.

Im Hinblick auf die Therapiemöglichkeiten wird deutlich, wie wichtig die Entzündungsreaktion für die Wiederherstellung der Autoregulation ist. Das bedeutet, dass Arzneimittel zur Linderung von Symptomen nicht unbedingt darauf ausgerichtet sein müssen, Entzündungen zu blockieren oder abzuschwächen. Arzneimittel sollten vielmehr so konzipiert sein, dass sie je nach Hintergrund des jeweiligen Entzündungsereignisses die körpereigenen Heilungsmechanismen nachahmen und unterstützen. Dieser Ansatz könnte das Potenzial zur Veränderung des Krankheitsverlaufs erhöhen und möglicherweise Nebenwirkungen minimieren. Die Zukunft von Arzneimitteln liegt in solchen Präparaten, die den Heilungsprozess ohne unnötige negative Auswirkungen fördern oder beeinflussen können.