BrSM Modell - Klinisches Anwendungsmodell 

Klinisches Anwendungsmodell 

Das Modell der Bioregulatorischen Systemmedizin stellt einen neuartigen umfassenden, integrativen und dynamischen klinischen Ansatz für den Einsatz einer individualisierten Medizin dar. 

Die BrSM ist ein umfassender, innovativer medizinischer Ansatz innerhalb der Systemmedizin

Das Modell zusammengefasst:

  • beschreibt die Kernelemente der Bioregulatorischen Systemmedizin.
  • bietet einen Ansatz zur Bewertung der autoregulatorischen Fähigkeit eines Patienten.
  • kann bei der Erarbeitung einer breiteren Behandlungsstrategie helfen.
  • kann Ärzten bei Prognosen helfen.
  • kann bei der Überwachung der verordneten Behandlungen helfen.
  • schlägt eine methodische Lösung für die praxisnahe klinische Forschung in der Individualmedizin durch Standardisierung der Behandlungsansätze vor.

Das Modell besteht aus zehn aufkommenden Clustern, die sich zu drei größeren Themenkomplexen zusammenfassen lassen:

  • Die Cluster zur Autoregulation (Biologische Kommunikation mittels skalenübergreifender Netzwerke, Biologische Kommunikation auf Ebene der Mikroumgebung, Physiologie von Entzündungen und Autoregulation biologischer Netzwerke) beschreiben die physiologische Autoregulation biologischer Netzwerke und legen den Schwerpunkt auf die Entzündung als „Hauptregulator“ der Gewebehomöostase. Der Inhalt der Clustergruppe „Autoregulation“ betont, wie wichtig Kommunikation in der Humanbiologie ist, und zwar sowohl auf lokaler Ebene (d. h. in der Mikroumgebung von Geweben) als auch auf systemischer Ebene (d. h. über skalenübergreifende Netzwerke, die alle Gewebe und Organe im Körper miteinander verbinden).
  • Die Cluster zur Fehlregulation (Reaktion des Entzündungsnetzwerks auf Störungen, Reaktion der Mikroumgebung auf Entzündungen und Gesundheits-Krankheits-Kontinuum des Patienten) beschreiben die Reaktion des menschlichen Körpers auf Störungen. Der Inhalt dieser Clustergruppe betont die Rolle der Entzündungsreaktion als Regulierungsmechanismus, der zur Abwehr von Störungen in biologischen Netzwerken dient. Eine nicht abklingende Entzündung ist ein Hinweis darauf, dass es der Autoregulation nicht gelingt, die Störung zu beheben, sodass die biologische Kommunikation auf der Mikroebene beeinträchtigt wird, was wiederum zu morphologischen Veränderungen in Geweben führt. Als Ergebnis der Wechselwirkung zwischen der Reaktion des Entzündungsnetzwerks und der Reaktion der Mikroumgebung auf Entzündungen schreitet die Krankheit bei jedem einzelnen Patienten individuell entlang eines Gesundheits-Krankheits-Kontinuums fort.
  • Die Therapiecluster (Diagnostik und Behandlungsstrategie, Fehlregulation als klinischer Schwerpunkt und Bioregulatorische klinische Pharmakologie) stellen eine Verbindung zwischen dem autoregulatorischen Status eines Patienten und der klinischen Entscheidungsfindung her. Während das Cluster Diagnostik und Behandlungsstrategie einen integrativen Ansatz bei der klinischen Entscheidungsfindung in Abhängigkeit von der bewerteten autoregulatorischen Fähigkeit eines Patienten in den Vordergrund stellt, betont das Cluster Fehlregulation als klinischer Schwerpunkt die Notwendigkeit, die gestörten biologischen Netzwerke zu ermitteln, die einer Krankheit zugrunde liegen. Das Cluster Bioregulatorische klinische Pharmakologie beschreibt die Eigenschaften von Arzneimitteln, die in diesem Zusammenhang am nützlichsten sind, z. B. auf der Grundlage der natürlichen chemischen Verbindung.

Das konzeptionelle klinische Anwendungsmodell der Bioregulatorischen Systemmedizin

Das in dieser Abbildung dargestellte Modell beschreibt drei miteinander verbundene Ebenen als Teil eines einzelnen, vereinheitlichten Gebildes. Der eigentliche Kern besteht aus den vier Clustern der Autoregulation (weiß), die von einer Schicht aus Clustern der Fehlregulation (hellblau) umgeben sind, die wiederum von einer letzten Schicht aus Therapieclustern (dunkelblau) umschlossen wird. Auf diese Weise liefert das Modell relevante grundlegende Erkenntnisse der menschlichen Biologie, die zum Krankheitsbild einzelner Patienten führen. Die korrekte Anwendung dieses klinischen Bildes ermöglicht eine maßgeschneiderte klinische Entscheidungsfindung auf Grundlage der eigentlichen Krankheitsursachen. Weitere Informationen zu diesem Modell finden Sie im Text.